Eindrücke
Stolpersteinverlegung in Hemer
Der Schwimmverein Hemer 1921 e.V. übernimmt die Finanzierung des Stolpersteines für Julius Friedland, der 1921 zum Schriftführer des neu gegründeten Schwimmvereins gewählt wurde.
Laut Recherchen des Arbeitskreises „Stolpersteine in Hemer“ wurde Julius Friedland 1893 in Oldenburg geboren und kam über Köln nach Hemer. Er war jüdischer Kaufmann und Medizinal-Drogist.
Obwohl sich Julius sozial engagierte, kam es wiederholt zu provokativen Konfrontationen gegen ihn. Sein Geschäft wurde das Opfer von organisiertem Vandalismus, in der Progromnacht wurden auch bei den Friedlands die Scheiben eingeworfen, eine geplante Auswanderung in die USA wurde durch behördliche Einschränkungen unmöglich gemacht.
Am 27. Juli 1942 wurde Julius Friedland mitsamt seiner Ehefrau und seiner Tochter von der Gestapo abgeholt und nach Theresienstadt deportiert.
Am 28. September 1944 wurde Julius nach Auschwitz gebracht, wenig später auch seine Frau und seine Tochter. Alle drei kamen nie aus Auschwitz zurück. Julius wurde 51 Jahre alt, seine Frau ebenso, seine Tochter wurde 22 Jahre alt.
Das letzte Mal in "unserem" Hademarebad